Doris Leuthard und die bulgarische Berufslehre

Leuthard_Doris_150507_016Am 2. November 2017 weilte Bundespräsidentin Doris Leuthard auf Staatsbesuch in Bulgarien. Zu den THEMEN, die sie in Sofia erörtert hat, zählte auch die Berufsbildung: Die Schweiz unterstützt die Einführung der dualen Berufsbildung in Bulgarien mit 3.5 Millionen Franken. Inzwischen absolvieren in Bulgarien 800 Lernende in 19 Städten eine ans Schweizer Beispiel angelehnte Berufsausbildung. Eingebunden sind 32 Berufsschulen und 170 Firmen. Weitere Einzelheiten zum Projekt sind HIER zu finden.

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Ein gedeckter Tisch – und ein unverbauter Weg

Drei soziale Projekte will der Förderverein «Variant 5» nächstes Jahr mit­tragen: Einen Mittagstisch im bulgarischen Dorf Kamburovo, das Brückenangebot für Prüflinge aus armutsbetroffenen Familien und das КамбуровоAngebot für Pflegekinder in Targoviste. Die drei Anliegen stehen im Mittelpunkt unserer WINTERSAMMLUNG, die wir von November 2017 bis Anfang März 2018 durchführen. Bei allen Projekten geht es letztlich darum, die Bildungs- und Zukunftschancen von Kindern und Jugendlichen aus armutsbetroffenen Familien zu verbessern und ihnen zu einem möglichst unverbauten Weg in die Zukunft zu verhelfen. Einzelheiten nennt das neue Bulletin des Fördervereins, das hier heruntergeladen werden kann. Weiter erklärt das neue Bulletin, warum die OL-Karten in Bulgarien immer auch Einladungs- und Eintrittskarten sind. Unser Spendenkonto lautet:
Förder­ver­ein Va­ri­ant Pet, Bern, Postkonto 30-19039-5
IBAN: CH44 0900 0000 3001 9039 5, BIC: POFICHBEXXX

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Statt würzige Kürbissuppe ein süsser Tikvenik

KürbisAuf den Herbst hin noch der eine Belehrung: Servieren Sie bulgarischen Gästen keine Kürbissuppe. Sie schmeckt ihnen womöglich nicht. Denn: Im Osten taugt der Kürbis für Desserts. Klar doch, er ist botanisch betrachtet ja auch eine Beere, wenn auch eine etwas gross geratene. Die besonders archaische Form des Kürbisdesserts ist «Kürbis aus dem Ofen»: Kürbis halbieren, auskernen, eventuell in grosse Schnitze scheiden, mit Honig bestreichen – und bei 180 Grad im Ofen backen. Das Ergebnis sieht manchmal etwas unvertraut und parziell verkohlt aus, schmeckt aber lecker. Ansehnlicher ist da der Tikvenik. So nennen Bulgarinnen und Bulgaren ihre Kürbis-Baniza. Die Einkaufsliste:
400-500 g dünn ausgewallter Teig (Studelteig oder Filo; möglich ist auch dünn ausgewallter Kuchen oder Blätterteig); 500-800 g Kürbis, vorzugsweise mit rötlichem Fruchtfleisch, mit der Röstiraffel geraffelt; 100-200 g Zucker; 100-200 g Nüsse (meist Baumnüsse), sowie etwas Zimt, Öl, Puderzucker.
Die geraffelte Kürbismasse mit Zucker, Nüssen und Zimt gut mischen und durchkneten. Die Masse auf den ausgewallten Teig geben und das Ganze zu langen, etwa vier bis fünf Zentimeter dicken Rollen aufrollen. Die gefüllten Teigrollen als dichte Spirale aufs eingeölte Blech legen. Wem die Aufrollerei nicht geheuer ist, kann sich ans Lasagneprinzip halten und die Teigblätter und die Kürbismasse schichtenweise in ein rundes Blech mit Tikvenikhohem Rand geben. Anschliessend den Tikvenik bei 180 Grad etwa 30 bis 40 Minuten backen. Mit einem
eventuell leicht feuchten Tuch abgedeckt etwas abkühlen lassen. Anschliessend mit Puderzucker bestreuen und lauwarm servieren – добър апетит!
Noch die Anmerkung zu den etwas gar undezidiertenMengenangaben: So wichtig sind die Mengen bei diesem Rezept nicht. Je nachdem wird der Tikvenik mal dicker oder dünner, mal feuchter oder knuspriger. Falsch
machen kann man nichts. Nun noch die Kulturvermittlung in die andere Richtung: Hier gibts allerhand pikante schweizerische Kürbisrezepte.

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Die bulgarische Zivilgesellschaft stärken

Klyuch Daniel BochslerWelches ist die Rolle aktiver Bürgerinnen und Bürger beim Aufbau stabiler Demokratien? Dies war eine der Fragen am Forum «Klyuch» (zu Deutsch «Schlüssel») vom 14. Oktober 2017 in Sofia. Dort wurde die Latte hoch gelegt: Die Organisatoren versprachen nicht weniger als «eine grosse Motivationskonferenz», die einen Beitrag zur Stärkung der bulgarischen Zivilgesellschaft leisten werde. Der Förderverein «Variant 5» war eingeladen, an diesem zivil­gesell­schaftlichen Projekt mitzuwirken: Als Redner und Inputgeber beteiligte sich schliesslich Politologe Daniel Bochsler, «Variant 5»-Vereinsmitglied. Sein Thema lautete «Active Citizen­ship»: Er reflektierte über die Rolle aktiver Bürgerinnen und Büger beim Aufbau einer stabilen Demokratie. Er suchte dabei auch die Provokation, etwa mit der Konklusion, Demokratien schützten zwar die Freiheiten der Bürger und Bürgerinnen und verhinderten unfaire Verteilung, doch ausgestaltet würden diese Demokratien in der Regel von Eliten. Sie seien nur sehr selten die Frucht organisierter Zivilgesellschaften. Sein Referat ist HIER noch zugänglich.

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Tun wir das Richtige?

Tun wir das Richtige? Tun wir zu viel? Oder gar zu wenig? Der seit über 25 Jahren in Bulgarien wirkende Förderverein «Variant 5» hat sein Aufgabenfeld hinterfragt. Dies führte zu klärenden Erkenntnissen und kleinen Korrekturen. Wir legen sie alle in unserem Bulletin Nr. 74 dar, das sich hier herunterladen Cvetomiralässt. Soviel in aller Kürze: Unser Engagement im sozialen Bereich (beispielsweise Bildungsfonds, Pflegekinderprojekt und Mittagstische) wird von den Mitgliedern, Freunden und Freundinnen von «Variant 5» sehr stark getragen; gleiches gilt für unser Tun im Jugend- und Sport Bereich, wo wir einen Beitrag zur Integration aller Ethnien und sozialer Schichten leisten wollen. – Zusätzlich präsentiert unser neustes Bulletin eine kleine Kräuerkunde: In Bulgarien zählt die Blackenart Labada zur Nationalküche, während wir der Blacke auf unseren Wiesen mit Steckeisen und Giftspritze zu vernichten versuchen. Aber das war auch mal anders.

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Eine ganz klangvolle Sommersedjanka

Dimcho ElmazovDimcho Elmazov und Rumiana aus Schumen (BG) haben unsere diesjährige Sommersedjanka vom 2. Juli 2017 in der Villa Bernau in Wabern in einen ganz klangvollen Anlass verwandelt. Sie haben ganz flott aufgespielt. Ein Dank geht aber nicht nur ans musikalische Duo, sondern auch an all die Helferinnen und Helfer und an die spendenfreudigen Gäste: Wir werden einen hübschen Kollektenbeitrag ans Austauschlager für bulgarische Kinder überweisen können. Dieses beginnt Ende Juli und ermöglicht Kindern und Jugendlichen aus Targoviste (BG) eine erlebnisreiche Reise nach Böhmen (CZ).

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Tipps aus dem Jura fürs Abenteuer in Targoviste

PfingststaffelErfahrungsaustausch im Regen: Unter den eindrücklichen Juratannen auf dem Hügelzug «Le Communal» bei La Sagne haben VertULTRA-7_2017reter des bulgarischen OL-Klubs SKO «Variant 5», Targoviste, die heurige Pfingsstaffel mitverfolgt und mit den Veranstaltern inhaltliche, technische und organisatorische Fragen erörtern. Der Austausch fand im Hinblick auf den laufenden Aufbau eines ähnlichen Anlasses in Bulgarien statt: Der Staffellauf «Ultra7» will  Läuferinnen und Läufer über die Generationengrenzen hinweg zusammenbringen sowie spannende Wettkämpfe und emotionale Momente in der Natur verbinden. 2017 findet «Ultra7» am 8./9. Juli statt. Hier gibts bewegte Bilder des Pfingsstaffel-Starts (Link anklicken).

 

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Ein Weihnachtsgeschenk

briefe-fu%cc%88r-bulgarienEin grosses Geschenk: Die Schülerinnen und Schüler der Basisstufe Muristalden (BE) haben über die letzten Wochen hinweg mit ihrem «Hoflädeli» 300 Franken verdient. Und sie haben sich in die Geschichte der Waisenknaben Tom Sawyer und Huckelberry Finn vertieft – und dann beschlossen, das verdiente Geld für bedürftige Kinder in Bulgarien zu spenden. Just vor Weihnachten hat der Förderverein nun ein ganzes Bündel von Briefen erhalten, die er nun in Bulgarien aushändigen darf. Übrigens: «Danke!» heisst auf Bulgarisch schlicht «merci!».

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Die Idee für den alternativen Wunschzettel

foster-care-3Unsere Wintersammlung 2016/17, mit der wir unter anderem unsere Aktivitäten zugunsten bulgarischer Pflegekinder ausfinanzieren wollen, verläuft erfreulich – den Spenderinnen und Spendern aus den Reihen des Fördervereins sei dank. Gleichzeitig ist der Kreis, den wir mit unserem Spendenaufruf erreichen können, sehr beschränkt. Wer will, kann aber dazu beitragen, dass noch einige mehr vom Vorhaben erfahren: Wir haben einen Beschrieb des Pflegekinderprojektes verfasst, der sich herunterladen, ausdrucken, verteilen, verschicken oder auf den alternativen Wunschzettel setzen lässt. Und hier gehts zum Spendenaufruf: Projekt Foster Care 2017

Wers gerne papierlos mag, kann auch den Link http://ogy.de/Pflegekinder kopieren und nutzen.

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Warum die Villa nicht wirklich eine Villa ist

Tschierv by ElenaIm neusten Bulletin präsentiert der Förderverein «Variant 5» eine ganze Palette von Themen. Zunächst geht es um  Wahrnehmung: Wenn wir hören, dass in der bulgarischen Provinz wieder mehr Leute in der Villa leben, dann sehen wir vor uns englischen Rasen, Marmor und Reichtum. Aber «Villa» nennt sich in Bulgarien das bescheidene Schrebergartenhaus…  Weiter enthält das Bulletin einen Rückblick aufs Sommerlager 2016 in Tschierv (dazu das Bild, das Elenas Blick auf die Bündner Architektur zeigt). Schliesslich berichten wir über neue Breitensportangebote von «Variant 5» in Bulgarien und liefern zu guter Letzt eine Erklärung, Briefmarke Louis Eyerwarum die Republik Bulgarien für seine allerneuste Briefmarke auf ein Sujet zurückgreift, das uns sehr, sehr vertraut ist (Bild rechts). Das Bulletin kann hier heruntergeladen werden.

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