Was tut «Variant 5»?

Der schweizerische Förderverein «Variant 5» stärkt mit Jugend- und Sportprojekten die gesellschaftliche Entwicklung in der bulgarischen Region Targoviste. Er bekämpft vor Ort mit gezielter Hilfe Armut und deren Folgen. Und er fördert mit Sport- und Musikaustauschlagern die Freundschaft zwischen der Schweiz und Bulgarien.

Bei seiner Entwicklungszusammenarbeit und Jugendförderung setzt der Verein auf regionale Kompetenz, Begegnung auf Augenhöhe und auf Projekte, die mit wenig Mitteln viel bewegen.

Bei seiner Jugend- und Sportförderung steht für «Variant 5» der Orientierungslauf im Mittelpunkt. Diese Sportart passt bestens zum Ansatz des Fördervereins: OL erfordert keine teure Ausrüstung und keine Stadien. Und er führt junge Menschen dorthin, wo auch Bulgarien besonders schön ist: in die weiten Wälder des bergigen Landes.

Fördern kann der Förderverein, wenn er selber gefördert wird: Als Verein setzt er ein, was ihm an Spenden und Mitgliederbeträgen zufliessen. Mitmachen macht den Unterschied!

 

Aktuelles

  • Im Tessin trifft das Bernbiet auf Bulgarien

    Im Jahr 2010 fand letztmals ein gemeinsames Lager von «Variant 5» und der OLG Bern im Tessin statt.
Bild: Beat Allemann

    Das nahende schweizerisch-bulgarische Austauschlager im Tessin steht für vieles, was dem Förderverein «Variant 5» wichtig ist: Begegnung über die Sprach- und Kulturgrenze hinweg, Austausch auf Augenhöhe, Bewegung und Naturnähe. Doch worin sehen die bulgarischen Partner den Wert solcher Lager?

    Von Marc Lettau

    Bald suchen OL-begeisterte Kinder und Jugendliche in Tessiner Wäldern nach Posten – zwischen Felsbrocken und hinter Kastanienbäumen. Оder sie suchen точки – между ска­ли­те и зад кестеновите дървета. Sie sind mit Karte und Kompass unterwegs. Oder mit карта и компас. Abends spielen sie zusammen oder си играят заедно.

    Der deutsch-bulgarische Sprachenmix ist nicht zufällig: Im Austauschlager vom 20. bis 26. September 2026 stammt die eine Hälfte der Teilnehmenden aus dem Bernbiet, die andere aus Bulgarien. Nebst dem Weg durchs Unterholz müssen sie also auch den Pfad durch den Sprachendschungel finden, zumal rund ums Lagerhaus Italienisch gesprochen wird – es liegt im Weiler Cragno, an der südöstlichen Flanke des Monte Generoso.

    Worin liegt der Reiz solcher Lager für die Kinder und Jugendlichen aus Bulgarien? «Sie haben einen ganz langfristigen Wert», sagt Pe­tran­ka Angelova vom bulgarischen Part­ner­ver­ein «Variant 5» Targoviste. Für viele sei es die ers­te Reise ins Ausland. «Entsprechend prägend sind die Eindrücke. Es entstehen Erinnerungen fürs ganze Leben.» Manchmal reali­sier­ten die Teilnehmenden erst nach Jahren, wie tiefgreifend die gemachten Erfahrungen seien: «Wir haben eben gerade den Brief einer Teilnehmerin erhalten, die vor über zehn Jahren in einem ‹Variant 5›-Austauschlager war – und sich nun engagieren und revanchieren möchte.» Die junge Frau wolle jetzt helfen, diese «wunderbare Kombination von positiven Erlebnissen, freundschaftlichen Begegnungen und ge­leb­ter Naturnähe» weiterzutragen.

    Besonders wertvoll sei der Einblick in den Alltag in der Schweiz, so Petranka Angelova: «Die Kinder sehen eine andere Realität und machen grundlegend neue Erfahrungen.» Und für alle sei es ein Schritt in Richtung Selbständigkeit, wenn sie im Lagerleben in den … weiterlesen im «Variant 5» – Bulletin Nr. 108 (August 2026)

  • Partnerorganisation «Naia» braucht unsere Hilfe

    Ein Teil des «Naia»-Teams (v.l.n.r.):
Petya Stefanova 
(Pä­da­gogin), Lilyana Yanakieva (Sozialarbeiterin), Svetla
 Sivcheva (Gründerin und Vorsitzende),
 Nina Nikolova (Direktorin Opferhilfe-Zen­trum).
Bild: ZVG

    «Naia» ist eine der wichtigsten Projektpartnerinnen unseres Fördervereins in Bulgarien. Die zivilgesellschaftliche Initiative bekämpft in Targoviste und Umgebung die häusliche Gewalt und unterstützt deren Opfer. Gerade ist «Naia» ohne eigenes Verschulden in finanzieller Schieflage und braucht unsere Hilfe.

    Von Patrick Zehnder

    Die Notsituation von «Naia» hat ihren Ursprung in der nationalen Politik. Bulgarien befindet sich seit 2020 in einer Phase chronischer politischer Instabilität. In den letzten fünf Jahren mussten die Bulgarinnen und Bulgaren acht Mal ein neu­es Parlament wählen. Im Januar 2026 scheiterten drei Versuche, eine tragfähige Re­gie­rung zu bilden. Ebenso wenig konnte sich das bulgarische Parlament auf ein Budget für 2026 einigen. Das bedeutet, dass überall die Beträge des verabschiedeten Staatshaushalts von 2025 gelten. Ereignisse wie die Euro-Einführung und der Iran-Krieg haben jedoch zu Preissteigerungen geführt, die im Budget 2025 nicht berücksichtigt waren.

    Die höheren Kosten bei gleichem Budget treffen auch unsere Partnerorgani­sation «Naia» ganz direkt. Sie kümmert sich in der Region Targoviste um die Opfer von häuslicher Gewalt und unterstützt Familien, Frauen und Kinder in Krisensituationen. Bei der Arbeit mit erwachsenen Tätern und im Bereich der Prävention bei Jugendlichen gilt die Organisation als Pionierin in ganz Südosteuropa. Der Förderverein «Va­ri­ant_5» arbeitet seit Jahren erfolgreich mit «Naia» zusammen.

    Hoffnungen auf neue Politkraft

    Seit den neuerlichen Parlamentswahlen Mitte April 2026 ruhen die Hoffnungen auf dem ehemaligen Staatspräsidenten Rumen Radev. Er führt ein linksnationalistisches Bündnis an, das neu ist in der bulgarischen Politlandschaft. Ra­devs «Progressives Bulgarien» soll nach dem Wählerwillen ohne die etablierten Parteien regieren können, um die langjährige Blockade zu beseitigen und die weit verbreitete Korruption zu bekämp­fen. Das Bündnis gewann die Wahl … weiterlesen im «Variant 5»-Bulletin Nr. 107 (Juni 2026)

    Spendenaufruf für «Naia»

    Wir rufen dringend zu Spenden für die zivilgesellschaftliche Initiative von «Naia» auf. Aufgrund der politischen Situation in Bulgarien kann der laufende Betrieb nur dank der Unterstützung aus der Schweiz aufrechterhalten werden. Betroffene Familien, Frauen und Kinder werden somit weiterhin beraten und unterstützt. Auch die vorbeugenden Programme und die Arbeit mit Tätern können weitergehen.

    variant5.ch/spenden

  • HV am 21. März: Neue Gesichter im Vorstand

    Kinder setzen im winterlichen Trainingslager im Berghaus «Mladost» eine OL-Karte als Puzzle zusammen. Bild:
Petranka Angelova

    An der diesjährigen Hauptversammlung von «Variant 5» stellen sich zwei neue Vorstandsmitglieder zur Wahl. Wie üblich besteht die Möglichkeit einer Online-Teilnahme. Die anschliessende Sedjanka mit Holzofenpizza gibt’s jedoch nur vor Ort.

    Wir haben erneut den zentral gelegenen Cevi-Pavillon mit eigenem Holzofen reserviert. Die Teilnahme am statutarischen Teil ist freiwillig. Im Anschluss laden wir zum Pizza-Plausch ein.

    Durchführungsort

    Pavillon der Cevi Region Bern, Rab­ben­talstr. 69, 3013 Bern. Der Pa­villon liegt in der Nähe der Tramhaltestelle «Kursaal» und ist somit gut mit dem öV erreichbar. Zum Parkieren empfehlen wir das nahe gelegene Parkhaus Kursaal.

    Programm

    14:30 Uhr Beginn der Haupt­ver­samm­lung des För­der­vereins «Variant 5».
    Ab 16 Uhr Gemütliches Bei­sam­mensein mit Pizza, bul­ga­ri­schen Köst­lichkei­ten, Getränken und Mu­sik.

    Online-Teilnahme

    Ist vom 9. bis 20. März mit dem QR-Code im Bulletin möglich. Bei Problemen mit dem Zu­gang bitte unter melden.

    Mitbringen

    Wir sorgen für Pizzateig und -belag. Mitbringen dürft ihr gerne Desserts oder Salate dazu.

    Anmeldung

    Bitte meldet euch unter für die Sedjanka an, damit wir wis­sen, wie­viel Teig es braucht und wer was zum Buffet beisteuert.

    HV-Traktanden

    1. Protokoll
      Genehmigung des Protokolles der HV vom 22. März 2025.
    2. Jahresbericht
      Die Personalsituation im Verein war 2025 unsere grösste Herausforderung. Glücklicherweise haben wir jedoch im Sommer Unterstützung von Patrick Feuz und Patrick Zehnder in der Bulletin-Redaktion erhalten und konnten im Herbst zwei neue Kandidierende für den Vorstand gewinnen (vgl. 6.1.). Somit sind wir für 2026 personell deutlich besser aufgestellt.

      Soziale Projekte
      Im sozialen Bereich unterstützten wir einerseits die bewährten Projekte des Roten Kreuzes – einen warmen Mittagstisch an Schulen und Stipendien für bedürftige Studierende im ersten Jahr. Zum anderen finanzierten wir die Errichtung eines Pavillons in einer Wohngruppe für Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen Bryag, wobei die Bewohner:innen selbst Hand anlegen konnten, sowie ein Jugendprojekt, das … weiterlesen im Bulletin Nr. 106 (März 2026)
  • Mit Sport gegen toxische Männlichkeit

    «Männlichkeit bedeutet nicht Aggression. Männ­lichkeit kann Fairplay bedeu­ten.» Mit diesem und ähnlichen Slogans will Naia Jugendliche für einen gewaltfreien Umgang sensibilisieren.
 Bilder: ZVG

    Volleyball gegen Geschlechterstereotypen. Räume für die Beratung von Opfern häuslicher Gewalt. Eine Aus­zeich­nung für das beste Sozialprojekt: Der von «Variant 5» unterstützte Verein Naia hat 2025 wieder enorm wichtige Arbeit geleistet.

    Von Martin Zoller

    Der Verein Naia, der in der Region Targoviste Opfern häuslicher Gewalt mit Beratung und Unterstützung hilft, hat im Juni an zwei Schulen eine Gewaltpräventionskampagne durchgeführt. Jugendliche Freiwillige organisierten Volleyballmatches mit gemischten Teams, umrahmt von Transparenten mit Auf­schriften wie «Treffen! Nicht schlagen!» So sollen junge Männer für gewaltfreie Beziehungen auf Augenhöhe sen­si­bi­li­siert werden. «Variant 5» hat für bedruckte T-Shirts und Transparente 2000 Franken beigesteuert. Die Kampagne braucht Öffent­lichkeit, um Wirkung zu erzielen.

    Über 200 Schülerinnen und Schüler sowie Lehrpersonen haben bei den zwei ersten Aktionen mit­ge­macht. Nun wollen sich im neuen Schul­jahr drei weitere Schulen beteiligen. An insgesamt sechs Schulen planen Freiwillige konkrete Aktivitäten, um zur kritischen Aus­ei­nandersetzung mit Geschlechterstereotypen zu ermuntern.

    Mehr Hilfesuchende
    Frauen und Kinder, die in Popovo und den umliegenden Dörfern häusliche Gewalt erleben, suchen in der Naia-Beratungsstelle in der Stadt Hilfe. Damit ihnen in passenden Räumen geholfen werden kann, haben wir einen Beitrag an die laufenden Renovationsarbeiten geleistet. Ab Mitte Dezember gibt es neu ein mit Spielzeug ausgestattetes Zimmer für Kinder, einen Beratungsraum für Erwachsene und ein Sitzungszimmer. Die Zahl der Hilfesuchenden in Popovo nimmt zu. Zwei Sozialarbeiter unterstützen … weiterlesen im Bulletin Nr. 105 (November 2025).

  • «Sieben Richtungen» für die kommende Generation

    Mitglieder der Rotkreuz-Jugend­gruppe Targoviste am Einführungstag für interessierte Jugend­li­che, welcher im Ok­to­ber stattfand.
 Bild: ZVG

    Das Bulgarische Rote Kreuz ist unsere wichtigste Partnerin. Die Targovister Sektion berichtet von drei bedeutenden Vorhaben, die umgesetzt wurden: einem Ein­füh­rungstag für Ju­gend­li­che, einem neuen Holzpavillon für Be­nach­teiligte und den «Warmen Mittags­tischen».

    Von Martin Zoller

    Alljährlich am 11. März feiert das Bulgarische Rote Kreuz – auch die Sektion von Targoviste – den «Tag des Wohltäters». Der Gedenktag erinnert an das Jahr 1885, als die nationale Gesellschaft aus zwei älteren Rot­kreuz-Or­ga­ni­sa­tio­nen hervorging. Gleichzeitig gedenkt man dem Todestag von Iwan Gerschow (1849-1924), dem einstigen Ministerpräsidenten und langjährigen Vorsitzenden des Bulgarischen Ro­ten Kreuzes. Die Wechselfälle von Kriegen und einem halben Dutzend verschiedener politischer Systeme gestalteten die Organisation seither mehrfach um. Im Laufe der Zeit entwickelten sich verschiedene Tätigkeitsbereiche, von der Katastrophenhilfe über den Berg- und Wasserrettungsdienst zum Blutspendedienst. In den letzten Jahren war vor allem die Flüchtlingshilfe gefragt, tatkräftig unterstützt von weiteren europäischen Rotkreuz-Gesellschaften.

    Das lokale Rote Kreuz in Targoviste ist besonders aktiv bei der Ausbildung in Erster Hilfe und im Bereich

    Jugendrotkreuz. Für die junge Generation fand im Oktober ein ganz besonderer Anlass statt. Unter dem Titel «Mission sieben Richtungen» lernten Schülerinnen und Schüler im Alter von 14 bis 19 Jahren die Werte und die Aktivitäten des Roten Kreuzes besser kennen. Auf einem Postenlauf quer durch die Stadt steuerten die Jugendlichen sieben Stationen an, natürlich mit einer speziellen Karte. Diese hatte Dian Bonev gezeichnet und unser Partnerverein «Variant 5» unterstützte den Einführungstag mit Rat und Tat. Der Schweizer Förderverein «Variant 5» übernahm die Kosten für dieses Jugendprojekt.
    «Mission sieben Richtungen» führte den jungen Menschen die vielseitigen Aktivitäten des Roten Kreuzes vor Augen: Erste Hilfe, welche man gleich an einer Puppe üben konnte; aktive Einbindung in das soziale Umfeld; Reaktion bei Katastrophen und Krieg, sowie Sensibili­sie­rung der Be­völ­kerung auf Öko­lo­gie und huma­ni­täre Bildung.

    Die sieben Grundsätze von Wien
    Der Aufhänger für den Projektnamen ist die Erklärung über die sieben Grundsätze, welche die weltweite Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung 1965 in Wien verabschiedete. In Zeiten schwindender Beachtung von Menschenrechten und Völkerrecht seien sie hier in Erinnerung gerufen. An oberster Stelle steht das Prinzip der … weiterlesen im Bulletin Nr. 105 (November 2025)

  • Vorbeugen ist besser als Heilen

    Schülerinnen tanzen Horo an einem Schulsporttag in Targoviste.
 (Bild: Martin Zoller)

    Im Kampf gegen häusliche Gewalt geht der Verein Naia in die Schulen: Junge Männer in Targoviste und zwei weiteren Städten werden für gewaltfreie Beziehungen sensibilisiert. «Variant 5» unterstützt die­se neue zivilgesellschaftliche Initiative. So bekommt die Gleichstellung eine Chan­ce, breitere Kreise zu ziehen.

    Von Martin Zoller

    In der Schweiz sind Prä­ven­tions­kam­pag­nen ge­gen häusliche Gewalt weit verbreitet und wer­den von vielen Akteuren mitgetragen. Die öf­fent­liche Hand unterstützt sie mit Fachstellen und finanziellen Mitteln. Auch in Bulgarien leis­­tet der Staat teils Beiträge, doch meist handeln zi­vil­ge­sell­schaftliche Kräfte – wie der Verein Naia, der in der Region Targoviste Opfern häuslicher Gewalt mit Beratung und Unterstützung hilft. Pionierhaft ist auch seine Arbeit mit Tätern.

    Täter und damit Opfer soll es künftig möglichst keine mehr geben. Dazu will «Naia» mit seinem aktuellen Präventionsprojekt an

    drei Schulen in Targoviste, Popovo und Omurtag – den grössten Städten im Oblast Targoviste – beitragen. Vor allem männliche Jugendliche sollen für Gleichberechtigung und Beziehungen auf Augenhöhe sensibilisiert werden. Ändern sich das Denken und das Fühlen, nimmt häusliche Gewalt ab.

    In jeder der drei Schulen ist eine Debatte geplant, an der sich eine zweite Schule der gleichen Stadt beteiligt – damit möglichst viele Jugendliche und Erwachsene mitbekommen, was die Gleichstellung der Geschlechter im Alltag bedeutet. Deshalb ist vorgesehen, das Thema auch öffentlich sichtbar zu machen: In jeder der drei Städte findet ein Volleyballmatch zwischen gemischten Teams statt, umrahmt von Transparenten, die die Anliegen der Kampagne auf den Punkt bringen. Unterstützt wird das Projekt vom bulgarischen Fonds für die Frauen.

    «Variant 5» schliesst die Finanzierungslücke und stellt so die Durchführung sicher: Für die … weiterlesen im Bulletin Nr. 104

  • Folklore feat. Beatbox: Ensemble «Bagri» & Pe4enkata

    Vevey, 3. Mai, 14 Uhr
    Bern, 4. Mai, 11 Uhr
    Eintritt frei, Kollekte

    Der Verein «Kanatitza» lädt zu Gergiovden eine besondere Formation in die Schweiz ein: Die Sängerin Diana Vasileva und den Instrumentalisten Borislav Galabov von den «Bagri» im Trio mit der zweifachen Beat­box-Weltmeisterin Adriana Nikolova – Pe­4enkata. Traditionelle bulgarische Folklore wird mit modernen Rhyth­men unterlegt und so tanzbar gemacht. Das klingt dann etwa so:

    Die «Bagri» waren schon mehrmals in der Schweiz und haben ihre bunte Folklore aus allen Regionen Bulgariens zum Besten gegeben, aber so innovativ haben wir sie noch nie gesehen. Wir empfehlen: Nicht ver­passen!
    Das erste Konzert findet im Rahmen eines bul­garischen Festes in Vevey statt (Centre Pa­rois­sial, Rue Sainte Claire 1; Teilnehmende sind eingeladen etwas zum Buffet beizusteuern. Infos: ).
    Am Folgetag organisiert «Variant 5» ein Konzert in Bern, als Matinée im ONO (Platzreservation empfohlen: Bitte direkt unter ).
    Beide Konzerte sind öffentlich, Eintritt frei, Kollekte. Wir freuen uns auf euch!

  • HV 2025: Finanzen gut, Personal knapp

    Es gab Positives zu berichten an der HV, etwa über das geringe Defizit im Jahr 2024 oder die Pläne für eine Vereinsfusion auf bulgarischer Seite. Eine Diskussion ergab, dass unser Bulletin – obwohl aufwändig – auch in Zukunft kaum wegzudenken ist. Herausfordernd bleibt die Besetzung der Vorstandsämter.

    Von Martin Zoller

    An der HV vom 22. März kam eine Gruppe treuer «Variant 5»-Mitglieder zusammen, um über die Geschicke des Vereins zu bestimmen. Dieses Jahr erreichte die Zahl der Online-Teilnehmenden mit sieben einen neuen Tiefpunkt (Höchstwert: 46 im Jahr 2021).

    Wie üblich wurde zuerst das letztjährige Protokoll, die Jahresrechnung und die Bilanz genehmigt und dem Vorstand Decharge erteilt. Es folgten die Wahlen von Vorstand, Beirat und Revisionsstelle, die Vorstellung des Jahresprogrammes und die Genehmigung des Budgets. Zu reden gab unter anderem die Frage, ob ein

    gedrucktes Bulletin als hauptsächlicher Informationskanal noch zeitgemäss sei. Der Tenor unter den Anwesenden war aber letztlich klar: Über elektronische Kanäle liessen sich keine vergleichbaren Rücklaufquoten erreichen, entsprechend würden auch die Spendeneinnahmen unweigerlich einbrechen, wenn auf ein Printmedium verzichtet würde.

    Diskutiert wurden auch die Vakanzen im Vorstand. Hierbei wurde Laura und mir bewusst, dass nicht jedes Amt gleich viel «Bulgarien-Erfahrung» voraussetzt und dass das Ressort Finanzen daher wohl am einfachsten zu besetzen ist. Wir sind bereits im Gespräch mit möglichen Interessent:innen. Daneben möchten wir versuchen, jene Personen besser einzubinden, die schon einmal Interesse an einer Mitarbeit ausserhalb des Vorstandes geäussert haben. Dennoch braucht es eine weitere Person im Vorstand, um … weiterlesen im Bulletin Nr. 103 / Mai 2025

    > Protokoll der HV 2025

  • Unsichere Zeiten, aber nicht wegen Trump

    Erste Abklärungen zeigen: Unsere Partner sind nicht direkt vom abrupten Abbau der amerikanischen Entwicklungs-zusammen­arbeit betroffen. In Bulgarien gibt es derzeit aber finanzielle Ungewissheiten an­de­rer Art.

    Global gesehen sind Hilfsorganisationen derzeit stark unter Druck: Viele sind direkt oder indirekt von USAID abhängig, der ameri­ka­ni­schen Regierungsbehörde, die jährlich rund 50 Milliarden Dollar für soziale Zwecke ausgibt – oder ausgab, bevor die Regierung von Donald Trump diese Gelder einfror und die meisten Mitarbeitenden der Behörde entliess. Für uns stellte sich die Frage, ob und inwiefern Bulgarien von dieser Entwicklung mitbe-troffen sein würde. Betrachtet man die Ausgabenstatistik von USAID, zeigt sich, dass die Ukraine mit Abstand am meisten Unterstützung erhielt – im Jahr 2023 mehr als 10 Milliarden US-Dollar. Ansonsten fliesst das meiste Geld nach Afrika und in den nahen Osten. In erster Näherung sind daher vor allem Organisationen betroffen, welche mit US-Unterstützung in diesen Regionen aktiv sind; die direkte Unterstüt-

    zung europäischer NGOs durch USAID ist bescheiden.

    Im Dialog mit unseren Partnern in Targoviste bestätigt sich dieses Bild. Vania Borisova vom Roten Kreuz Targoviste sagt, nach internen Abklärungen sei selbst auf nationaler Ebene kein Projekt mit USAID verknüpft und es laufe soweit alles normal. Der Verein «Naia» hat sich mit einem Projekt bei «America for Bulgaria» beworben; diese Stiftung wird jedoch nicht von der US-Regierung kontrolliert. Mit finanzieller Unsicherheit kämpft «Naia» aus anderen Gründen: Das bulgarische Parlament hat aufgrund verschiedener Kontroversen erst Ende März das diesjährige Budget genehmigt. Das führte dazu, dass zunächst das Budget von 2024 erneut galt. Nun ist unklar, ob rückwirkend das höhere 2025er Budget zur Verfügung steht; klar ist hingegen, dass den Mitarbeitenden der Opferbetreuung ab Januar 2025 höhere Löhne zustehen. Ebenso klar ist unsere Aufgabe: Ein ver­läss­li­cher Partner sein, die Lage im Auge behal­ten und wenn nötig unterstützen. Martin Zoller

  • Einladung zur Hauptversammlung und Sedjanka am 22. März

    An der Hauptversammlung von «Variant 5» kann man wie immer online oder physisch teilnehmen. Die anschliessende Sedjanka mit Pizzaplausch lässt sich aber nur vor Ort erleben. Dieses Jahr ist zusätzlich eine Tombola geplant.

    Wir konnten uns nochmals den Durchführungs­ort vom letzten Jahr sichern, der sich gut be­währt hat und in dessen Garten sich ein Holz­ofen für Pizza befindet.

    Durchführungsort

    Pavillon der Cevi Region Bern, Rabbentalstr. 69, 3013 Bern. Der Pavillon liegt in der Nähe der Tramhaltestelle «Kursaal» und ist somit gut mit dem öV erreichbar. Zum Parkieren empfeh­len wir das nahe gelegene Parkhaus Kursaal.

    Der Cevi-Pavillon in Bern

    Programm

    14:30 Uhr – Beginn der Hauptversammlung des Fördervereins «Variant 5».
    Ab 16 Uhr – Gemütliches Beisammensein mit Pizza, bulgarischen Köstlichkei­ten, Getränken und Musik.
    ca. 18 Uhr – Tombola mit Souvenirs aus Bul­garien und weiteren Preisen. Erlös zu Gunsten der Jugend­- und Sport­projekte von «Variant 5».

    Online-Teilnahme

    Ist vom 10. bis 21. März möglich. Zugang mittels QR-Code auf dem gedruckten Bulletin oder per Mail verschickten Zugangslink. Wer keinen Zugang erhalten hat, melde sich bitte bei .Traktanden und weitere Details im aktuellen «Variant 5»-Bulletin (PDF)